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Reifen prüfen: Profiltiefe, Alter, Luftdruck – und wann Sie in die Werkstatt sollten

„Die sind doch noch gut, Profil ist ja da.“ Diesen Satz hören wir in unserer Werkstatt in Plattling regelmäßig – und in vielen Fällen stimmt er nur zur Hälfte. Ob ein Reifen noch sicher ist, entscheidet sich an drei Punkten: an der Profiltiefe, am Alter des Gummis und am Luftdruck. Zwei davon lassen sich in wenigen Minuten selbst prüfen, ganz ohne Werkzeug.

Gerade bei uns in Niederbayern lohnt der Blick. Wer täglich über die A92 zwischen Deggendorf und Landshut pendelt, legt hohe Laufleistungen bei konstant hohem Tempo zurück – das beansprucht Reifen anders als reiner Stadtverkehr. Und wer im Herbst früh morgens Richtung Bayerischer Wald unterwegs ist, trifft dort deutlich eher auf Frost und Nässe als im Donautal.

Die DOT-Nummer: das Alter steht auf dem Reifen

Auf der Seitenwand jedes Reifens steht eine vierstellige Zahl, meist in einem ovalen Feld am Ende der DOT-Kennzeichnung. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Kalenderwoche, die letzten beiden für das Jahr der Herstellung. „2724“ bedeutet also: produziert in der 27. Woche des Jahres 2024.

Diese Zahl ist wichtiger, als viele annehmen. Gummi ist ein alterndes Material – Weichmacher entweichen mit der Zeit, die Mischung wird härter und verliert an Grip. Das passiert unabhängig davon, wie viele Kilometer der Reifen gelaufen ist. Ein Zweitwagen, der viel steht, kann deshalb einwandfreies Profil und trotzdem harte, gealterte Reifen haben. Als Faustregel gilt in der Praxis: Ab etwa sechs Jahren sollte man den Zustand genauer beurteilen lassen, ab rund zehn Jahren ist ein Wechsel unabhängig vom Profil angeraten.

Bemerkbar macht sich der Effekt vor allem bei Nässe und Kälte – also genau dann, wenn Sie ihn am wenigsten gebrauchen können.

Profiltiefe: der Münztest

Gesetzlich vorgeschrieben sind in Deutschland mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe. Dieser Wert ist allerdings die Grenze zur Ordnungswidrigkeit, nicht die Grenze zur Sicherheit. Fachverbände und Reifenhersteller empfehlen bei Sommerreifen mindestens 3 Millimeter, bei Winter- und Ganzjahresreifen mindestens 4 Millimeter – der Unterschied beim Bremsweg auf nasser Fahrbahn ist erheblich.

Prüfen lässt sich das ohne Messgerät: Eine Ein-Euro-Münze hat einen goldenen Rand von etwa 3 Millimetern Breite. Stecken Sie die Münze hochkant in eine Profilrille. Verschwindet der Goldrand vollständig, liegt die Profiltiefe über 3 Millimetern. Ist er sichtbar, wird es Zeit, über neue Reifen nachzudenken. Prüfen Sie mehrere Stellen pro Reifen und alle vier Räder – ungleichmäßiger Abrieb ist selbst schon ein Hinweis, etwa auf falschen Luftdruck oder eine verstellte Achsgeometrie.

Luftdruck: der am häufigsten übersehene Punkt

Reifen verlieren auch ohne Defekt langsam Luft. Zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand und damit den Verbrauch, führt zu verstärktem Verschleiß an den Schultern und verschlechtert das Fahr- und Bremsverhalten. In Extremfällen kann ein deutlich unterfüllter Reifen bei hoher Geschwindigkeit überhitzen – ein Risiko, das auf der Autobahn ungleich schwerer wiegt als auf der Ortsdurchfahrt.

Prüfen Sie den Druck etwa alle vier Wochen und immer im kalten Zustand – nach längerer Fahrt zeigt das Manometer wärmebedingt zu viel an. Die Sollwerte finden Sie in der Tankklappe, im Türrahmen der Fahrerseite oder in der Betriebsanleitung. Achten Sie darauf, dass viele Fahrzeuge unterschiedliche Werte für den Normal- und den Volllastbetrieb angeben.

Worauf es beim saisonalen Wechsel sonst noch ankommt, haben wir in unserem Beitrag zur Reifenwechsel-Saison zusammengefasst.

Reifenservice beim Autohaus Unverdorben in Plattling

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Reifen noch passen, schauen wir sie uns an: Profiltiefe an mehreren Messpunkten, Alter anhand der DOT-Nummer, Luftdruck sowie eine Sichtprüfung auf Risse, Beulen und ungleichmäßigen Abrieb. Zeigt sich ein auffälliges Verschleißbild, gehen wir der Ursache nach – häufig steckt eine verstellte Achsgeometrie dahinter, die neue Reifen sonst genauso schnell wieder aufbraucht.

Als Mehrmarken-Werkstatt übernehmen wir Reifenwechsel, Auswuchten und Montage für alle gängigen Fabrikate – nicht nur für die Suzuki-Modelle, die wir als Vertragshändler betreuen. Ob Kleinwagen, Kombi oder Transporter: Wir beraten Sie zur passenden Reifengröße und zur Freigabe für Ihr Fahrzeug. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihre Saisonreifen nicht selbst lagern möchten.

Rechtzeitig statt kurzfristig – Termin in Plattling sichern

Erfahrungsgemäß setzt der Andrang genau dann ein, wenn der erste Frost angekündigt wird oder die Temperaturen im Frühjahr stabil steigen. Wer seinen Termin ein paar Wochen vorher legt, hat die freiere Auswahl bei den Reifen und wartet deutlich kürzer.

Rufen Sie uns an unter +49 9931 6061 – die Nummer erreichen Sie auch per WhatsApp – oder nutzen Sie das Kontaktformular. Zu uns nach Plattling kommen Kundinnen und Kunden aus dem gesamten Landkreis Deggendorf sowie aus Osterhofen, Landau an der Isar und Umgebung – die Anfahrt über die B8 und die A92 ist unkompliziert. Autohaus Unverdorben: Suzuki-Vertragshändler, Mehrmarken-Werkstatt und 24-Stunden-Pannendienst für Plattling, Deggendorf und Niederbayern.

Bildnachweis: GS_Photos